Branding tut weh. Sonst bleibt es nicht

Nicolas Wolf

September 2025

Einleitung

Warum Markenarbeit nervt. Und genau deshalb funktioniert.

Viele Marken wollen heute „klarer auftreten“. Oder „frischer wirken“. Oder „endlich mal wieder etwas mit Substanz machen“. Klingt super. Aber sobald es konkret wird, kneift es.

Denn echte Markenarbeit bedeutet nicht, ein neues Logo zu zeichnen. Sondern sich selbst ehrlich in die Augen zu schauen.

Es geht nicht um Design. Es geht um Identität.

Branding ist kein Styling. Branding ist Klärung.
Was willst du zeigen? Was passt zu dir? Und was passt zu dir, obwohl du es dir bisher nicht eingestanden hast?

Wer das ernst meint, landet automatisch bei Fragen wie:

  • Was denken andere über uns, das niemand offen sagt?
  • Wo täuschen wir mehr, als wir zeigen?
  • Welches Thema nervt uns, aber gehört zu uns?

Genau da fängt Markenarbeit an. Nicht beim Farbsystem.

Klarheit tut weh. Aber sie wirkt.

Marken, die wirken, haben Ecken. Sie sind nicht für alle. Sie sind nicht laut. Sie sind klar.
Und das ist anstrengend. Vor allem intern.

Denn sobald eine Marke Haltung zeigt, gibt es Widerstand. Leute wollen sich nicht festlegen. Es könnten ja ein paar Kund:innen abspringen. Oder jemand könnte sich ausgeschlossen fühlen.

Trotzdem brauchst du den Mut zur Entscheidung.
Denn Marken, die alles sein wollen, bleiben am Ende nichts.

Weniger Wischiwaschi. Mehr Profil.

Viele Unternehmen verzetteln sich im Versuch, alles mitzunehmen.
Sie wollen modern wirken. Aber auch bodenständig.
Zukunftsorientiert. Aber auch erfahren.
Cool. Aber bitte seriös.

Das funktioniert nicht.

Starke Marken sagen nicht alles. Sie sagen das Richtige.
Und sie sagen es immer wieder. Klar. Einfach. Wiedererkennbar.

Haltung schlägt Hülle

Ein stimmiges Branding verändert mehr als nur den Look.
Es beeinflusst Entscheidungen. Es verändert, wie Mitarbeitende sprechen. Es zeigt Wirkung in Gesprächen, Texten, Mails und Präsentationen.

Dafür musst du dich zuerst festlegen. Und ja, das kann wehtun.
Weil man sich von Altem verabschiedet.
Weil man sich neu definieren muss.
Weil man plötzlich weiss, wofür man steht. Und wofür nicht.

Branding ist kein Feelgood-Projekt

Wer sich nur Bestätigung holt, macht Deko.
Wer ehrlich hinschaut, entwickelt Identität. Das ist intensiver.
Aber am Ende auch einfacher. Weil du weniger diskutieren musst.
Weil du weisst, wie du auftreten willst. Und warum.

Wenn du spürst, dass dein Branding zu brav geworden ist, reden wir.
Nicht über Logos. Sondern über Klarheit.

Wir machen das öfter. Und es tut immer ein bisschen weh.
Aber es wirkt.

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